logo hospiz leverkussen
 logo hospiz leverkussen
headergrafik

Die Nummer für alle Fälle
02171–2123

Auch in Zeiten von Corona sind wir für Sie da! Die Koordinatorinnen unseres ambulanten Hospizdienstes sind wieder persönlich während der Bürozeiten Mo.–Fr. von 9.30–11.30 Uhr für Sie erreichbar. Mehr Informationen

Neues Angebot ab 19. Januar: offener Trauertreff für Männer.

Stellenausschreibung: Koordinator:in (m/w/d) im ambulanten Hospizdienst (in Teilzeit)

Das stationäre Hospiz in Leverkusen erreichen Sie unter der Telefonnummer 02171–363030.

Ich suche Hilfe für eine/n Angehörige/n

 

Was bietet ihr an?
Was könnt ihr für mich tun?


mehr lesen

Ich möchte Eure Arbeit sinnvoll unterstützen

 

Wie kann ich helfen?
Welche Unterstützung braucht ihr?


mehr lesen

Ich bin Ärztin/Arzt, Pflegekraft

 

Wen sucht ihr?
Wie kann ich mit euch zusammen arbeiten?

mehr lesen

Hospiz, Leverkusen

Ein Wort – ein Haus – zwei Angebote

Das Hospiz Leverkusen ist seit Februar 2021 in Betrieb. Damit sind ambulante und stationäre Versorgung für Menschen in ihrer letzten Lebensphase unter einem Dach vereint.

Weiterlesen

Trauerangebote in Zeiten von Corona

Die Tankstelle für Trauernde findet bislang jeden Dienstag statt; ab 13. Januar 2022 immer donnerstags, von 17.00–19.00 Uhr.

Weiterlesen

Datenschutzerklärung

Medikamente in der Palliativversorgung

Medikamente, die oft zur Symptomkontrolle verwendet werdenPDF 32

Hier finden Sie Informationen über Ihre Medikamente und ihren Einsatz in der Palliativmedizin. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an Ihr Palliativteam oder Ihre behandelnden Ärzte.

Die meisten Mittel haben mehr als nur eine nützliche Wirkung auf den Menschen. Die Palliativmedizin weiß von vielen lange bekannten Stoffen, dass man mit ihnen auch andere Beschwerden sicher und wirksam behandeln kann als nur die Indikationen, für die sie ursprünglich eingesetzt wurden.

Manchmal kann es auch nützlich sein, Mittel in höherer oder niedrigerer Dosis einzusetzen als üblich. Die Hersteller der Medikamente müssen Dosierungen anbieten, wie sie in Studien verwendet worden sind. Manchmal schlagen erfahrene Ärztinnen und Ärzte aber vor, etwas andere Dosen einzusetzen, wenn sie spüren, dass bspw. Übelkeit dann besser zu lindern ist. Man kennt die eingesetzten Wirkstoffe seit vielen Jahren gut. Wir werden immer sorgfältig auf Nebenwirkungen prüfen und auch Ihnen deutlich sagen, worauf Sie achten können.

Man nennt den Einsatz von Medikamenten außerhalb der eigentlich zugelassenen Indikationen „Off Label Use“, für den es aber in der Palliativmedizin sehr viel Erfahrung und Empfehlungen in Lehrbüchern und anderer Literatur gibt.

Der Beipackzettel enthält Informationen über den Wirkstoff, seine Anwendungen und Nebeneffekte. Weil wir die Mittel aber oft zur Behandlung anderer Indikationen einsetzen, passen die Informationen im Beipackzettel nicht. Das kann manchmal beunruhigend wirken, weshalb wir diese zusätzliche Information anbieten.

Auch Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker wird vielleicht nicht wissen, wofür Ihnen diese Medikamente verschrieben worden sind.

Hier ist eine Auswahl der Medikationen, die Palliativärzte regelmäßig verwenden:

Haloperidol (z.B. Haldol®, Haloper®) und Levomepromazin (z.B. Neurocil®) gegen Übelkeit und/oder Erbrechen
Diese Mittel werden sonst in höherer Dosierung bei psychiatrischen Erkrankungen eingesetzt. In jedem Fall sind sie in niedrigerer Dosis außerordentlich wirksam gegen Übelkeit und Erbrechen.

Pregabalin (z.B. Lyrica®) und Gabapentin (z.B. Neurontin®) gegen Nervenschmerzen
Die Mittel werden normalerweise Patienten mit Epilepsie gegeben. Sie helfen aber auch sehr gut bei Nervenschmerzen.

Amitriptylin (z.B. Saroten®) gegen Nervenschmerzen
In höheren Dosierungen werden diese Mittel verordnet, wenn der Patient unter Depressionen leidet. In niedrigen Dosierungen helfen sie aber gut, Nervenschmerzen zu lindern.

Morphin Tabletten oder Tropfen und Fentanyl Schmelztabletten (z.B. Abstral®) oder Nasenspray (z.B. Instanyl®) bei Luftnot
Mit Morphinen werden normalerweise starke Schmerzen behandelt, aber sie lindern Luftnot ebenfalls ganz hervorragend.

Lorazepam (z.B. Tavor®) gegen Luftnot
Lorazepam wird normalerweise zur Behandlung von Angst eingesetzt, hilft aber auch sehr gut bei Luftnot.

Dexamethason (z.B. Dexa®) Tabletten
Dexamethason ist ein Cortison-Präparat, das üblicherweise bei der Behandlung von Entzündungen oder allergischen Erkrankungen eingesetzt wird. Bei einigen Tumorarten ist es Bestandteil der Chemotherapie. Außerdem kann es aber Übelkeit und Erbrechen vermindern, bestimmte Schmerzen lindern, den Appetit verbessern und auch das allgemeine Wohlbefinden.

Weitere Informationen

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihre/n behandelnde Ärztin/ behandelnden Arzt oder Ihr Palliativteam.

27.03.2020

 

 

Vorsorgevollmacht

Durch eine Vorsorgevollmacht kann eine volljährige Person eine oder zwei Personen bestimmen, die ihren Willen vertreten, wenn sie nicht mehr in der Lage ist, ihre Angelegenheiten selber zu regeln. Dieses kann sich auf die medizinische Behandlung, die Bestimmung des Aufenthaltes, aber auch auf finanzielle Dinge beziehen. Die/der Bevollmächtigte muss sich bei ihren/seinen Entscheidungen an dem mutmaßlichen Willen der/des Vollmachtgeber:in orientieren. Eine Patientenverfügung, die darlegt, wie eine medizinische Behandlung in einer derartigen Situation aussehen soll, hilft, diesen Willen zu realisieren und durchzusetzen. Eine Vorsorgevollmacht ist empfehlenswert für jede(n) über 18 Jahre. Sie braucht die Schriftform, und sie ersetzt in der Regel die Einsetzung einer/s Betreuer*in von Amtswegen.

Hilfe bei der Abfassung bekommen Sie im Hospiz-Büro (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), bei Ärzt:innen oder Jurist:innen. Auch online stellen zahlreiche Organisationen und Einrichtungen Informationen zur Verfügung, zum Beispiel auf den Websites Justiz-Online (NRW), des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz, des Zentrum für angewandte Ethik oder der Deutschen Stiftung Patientenschutz.

Eine Vorsorgemappe mit Texten zur Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung können Sie zum Preis von 6,50 € im Hospiz-Büro erwerben.

Ihre Fragen zum Thema „Vorsorgevollmacht – Patientenverfügung – Betreuungsverfügung“ beantworten wir gerne jeweils am letzten Freitag im Monat. Termine werden zwischen 15.00 und 17.00 Uhr angeboten. Falls Sie von diesem Angebot Gebrauch machen möchten, vereinbaren Sie bitte einen Termin mit unseren Koordinatorinnen während der Bürozeiten von Mo.–Fr., 9.30 –11.30 Uhr, oder telefonisch unter 02171–2123.
Beratungen zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Organspende werden von unserem Vorstandsmitglied, Frau Gisela Theis, durchgeführt.

Organspende

Die Bereitschaft, im Falle des klinischen Todes Organe zu spenden oder  n i c h t  zu spenden, wird im Organspende-Ausweis dokumentiert.

Wenn der Wille des Spendenden im Ausweis dokumentiert ist und dieser Ausweis im kritischen Fall vorliegt, ist für Angehörige und Ärzt:innen in dieser Situation Klarheit gegeben. Wertvolle Zeit wird gewonnen, um das Weiterleben für einen anderen Menschen möglich zu machen.

Eine gute Entscheidungshilfe gibt es bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter https://www.organspende-info.de/start.html. Hier können die Ausweise kostenlos bestellt werden.

Ausfüllhilfen sind in den Broschüren enthalten, die Sie auch im Hospiz-Büro (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder über die Öffentlichkeitsteams kostenlos erhalten (unter Vorlage eines Ausweises).