logo hospiz leverkussen
 logo hospiz leverkussen

header pflege

Die Nummer für alle Fälle
0214 - 402169

Informationen für Fachkräfte

Was Sie als Ärztin/ Arzt oder Pflegefachkraft wissen möchten

Sterbephase erkennen

PDF 32

Wann beginnt die Sterbephase? Woran erkennt man, dass möglicherweise die letzten Stunden bis Tage des Lebens begonnen haben?

Oft fällt es schwer, bei einem nahestehenden, geliebten Menschen Zeichen einer Verschlechterung wahrzunehmen. Noch laufende, aber vielleicht sinnlos gewordene Behandlungen wie eine Chemotherapie möchte man fortführen, aus Angst, das Leben zu verkürzen. Man will nicht die Flinte frühzeitig ins Korn werfen, und Patient und Angehörige können nicht immer offen über eine Verschlechterung sprechen. Man will sich nicht gegenseitig in der zuletzt vergeblichen Hoffnung auf Besserung oder Heilung enttäuschen.

Nur wenn die Sterbephase rechtzeitig erkannt wird, können belastende, unnütze Therapien rechtzeitig beendet werden. Nur so kann ein Mensch auch in der Sterbephase bis zuletzt ein selbstbestimmtes Leben führen.

Anzeichen der beginnenden Sterbephase können sein:

  • Zunehmende Einschränkung in den Alltagsaktivitäten, trotz guter Symptomkontrolle
  • Starkes Schlafbedürfnis, zunehmende Müdigkeit
  • Reduzierte Wahrnehmung der Umgebung
  • Verwirrtheit
  • Einstellen von Essen und Trinken
  • Keine Ausscheidung mehr
  • Kalte Hände und Füße
  • Veränderte Atmung (schnelleres Atmen, Atempausen; brodelnde „Rasselatmung“; Atmung mit Bewegung des Unterkiefers; Grunzen oder Stöhnen beim Ausatmen)
  • Die Augenlider können nicht mehr geschlossen werden
  • Bleiche, wächserne Haut
  • Schwacher, fehlender Puls

27.03.2020