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Unser internes Bildungsangebot

 

Wir freuen uns, dass Sie sich für unser internes Bildungsangebot interessieren.
Dieses Angebot steht für ehrenamtlich Mitarbeitende des Hospiz Leverkusen e.V. mit der Qualifizierung zur Sterbe-/ Trauerbegleitung zur Verfügung.

Unsere Qualifizierungskurse setzen die Bereitschaft zu einer qualifizierten Vorbereitung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Hospizarbeit nach den Empfehlungen des Deutschen Hospiz und PalliativVerbandes (DHPV) voraus.


Wenn Sie Interesse an dem Ehrenamt im Hospiz Leverkusen e.V. haben, setzen Sie sich bitte mit unseren Koordinatorinnen während der Bürozeiten in Verbindung.

 


 

2019

 

Wochenendseminar
„Sinn von Schuldvorwürfen erkennen und mit ihnen in der Hospizarbeit umgehen können"
05. und 06. April 2019

Schuldvorwürfe sind in der hospizlichen Tätigkeit mannigfaltig: „Hätte ich doch bloß nicht so viel geraucht, dann müsste ich jetzt nicht sterben“, sagt eine Patientin. „Wäre Mutter doch früher zum Arzt gegangen, dann hätte man auch noch was machen können“, behaupten Angehörige. „Meine Kinder lassen sich überhaupt nicht mehr blicken!“, schimpft ein Angehöriger.  Ehrenamtliche und Hauptamtliche neigen dazu, Schuldvorwürfe zu bewerten
(z. B. als sinnlos oder ungerecht), sie versuchen, sie anderen auszureden und/oder stehen ihnen manchmal hilflos gegenüber, ohne dass das für die Beteiligten weiterführend ist. Durch das Konzept der konstruktiven Schuldbearbeitung von Chris Paul wird ein erfrischend anderer Blick auf Schuldvorwürfe geworfen. Denn Schuldvorwürfe sind nicht gleich Schuldvorwürfe: Sie verweisen nicht nur auf Regelbrüche, sondern sie können auch eine überlebenswichtige Strategie sein, unbefriedigte Bedürfnisse zu erfüllen. Wir arbeiten konkret und praxisnah mit Schuldvorwürfen aus Ihrem hospizlichen Alltag, so dass Sie am Ende dieser Fortbildung mehr Sicherheit und Klarheit haben werden, Schuldvorwürfen in Ihrer Tätigkeit zu begegnen.


Ziele:
•    Schuldvorwürfe in ihrer Subjektivität verstehen
•    Verschiedene Schuldzuweisungsformen unterscheiden und adäquat auf sie eingehen können
•    Haltung der konstruktiven Schuldbearbeitung verinnerlichen
•    Zusammenhang von Schuld und Strafe erkennen
•    Mitgebrachte Themen zum Thema beantwortet bekommen


Methoden:
•    Lebendige und anschauliche Kurzinputs der Referentin
•    Moderierte, zielführende Plenumsdiskussionen
•    Teamarbeit unter den Teilnehmer/innen
•    Reflexionsmethoden zum eigenen Umgang mit Schuldvorwürfen
•    Anwendung und Reflexion einzelner Methoden der konstruktiven Schuldbearbeitung
•    Je nach Zeit: Fallbesprechungen und Fallvisualisierungen anhand von mitgebrachten Fällen der Teilnehmenden


Seminarleitung:

Dr. Tanja M. Brinkmann ist promovierte Soziologin, Sozialpädagogin, Krankenschwester und hat eine Fortbildung zur ehrenamtlichen Lebens- und Sterbebegleiterin und eine Trauerberatungsweiterbildung absolviert. Ferner hat sie Erfahrungen in allen Tätigkeitsbereichen einer Bestatterin. Sie hält bundesweit Vorträge und gibt Fortbildungen und Trainings zu Trauer am Arbeitsplatz, Palliative Care und Selbstsorge.

 

 

 

Wochenendseminar

„Mitgefühl und buddhistische Aspekte in der hospizlichen Begleitung“
01. und 03. März 2019

Das Seminar geht von den buddhistischen Grundprinzipien des Mitgefühls, der Achtsamkeit und dem tieferen Verständnis für den Umgang mit Leid aus.

Diese wertvollen Aspekte finden sich auch in unserer hospizlichen Begleitung wieder und werden im Seminar anhand von Texten, Übungen und Selbsterfahrungsanteilen dargestellt.

Das Seminar möchte eine Möglichkeit des tieferen Schauens und des Hörens aus dem eigenen reinen Herzen anbieten.

Theoretische Impulse, Texte, Übungen, Meditation und Reflexionsrunden werden verschiedene Ebenen der „Innenschau“ berühren und verdeutlichen, dass buddhistische Sichtweisen auch in unserer Kultur Allgemeingültigkeit haben.

Die Begegnung von Herz zu Herz ist in der hospizlichen Begleitung eine wertvolle Haltung, die sich im „täglichen Üben“ vertieft.

Eigene Erfahrungen und Fragen finden in diesem Seminar ebenfalls Raum und Zeit.

 

Seminarleitung:
Detlef Bongartz, Diplom Heilpädagoge, Supervisor DGSv, Trauerbegleiter für Erwachsene, Kinder, Jugendliche und deren Familien, langjährige Tätigkeit als Koordinator einer Hospizbewegung

 

 

 

Tagesseminar

„Warum geschieht mir das? Über den Umgang mit dem Leid“

26. Januar 2019

 

Intakt und mobil, funktionstüchtig und leistungsfähig sein - diese Leitvorstellungen bestimmen uns.
Doch manchmal kommt alles anders - "Warum ich?" fragen sich dann Menschen angesichts von Krankheit und Leid in ganz unterschiedlichen Lebensphasen.
Oft trifft uns diese Frage unvorbereitet, ein anderes mal kommt sie als kritische Reflexion eines langen Leidensprozesses zu Tage.
Gerade auch im Kontext der Sterbebegleitung entdecken wir vielfältige Arten von Umgang mit schwierigen Lebensherausforderungen und wollen darüber gemeinsam nachdenken.

 

Elemente des Seminartages:

  • Fallgeschichten aus der Arbeit einbringen und supervisorisch aufarbeiten
  • Biblisch-philosophische Impulse: Die "Theodizeefrage"
  • Einführung in ein Phasenmodell des Leidverarbeitungsprozesses (D. Sölle)
  • Perspektiven im Umgang mit dem Leid entwickeln
  • Ressourcen entdecken und teilen

Referent:
Jens Römmer-Collmann, geb. 1973, Gemeindepfarrer, Systemischer Berater (SG), Supervisor & Coach i.A. (DGSv), langjährige Lehrtätigkeit in der Sek. I und der Erwachsenenbildung

 

 

 

 


 

   

ARCHIV

 

Internes Bildungsangebot 2018 (PDF-Datei)

 

Internes Bildungsangebot 2017 (PDF-Datei)

 

Internes Bildungsangebot 2016 (PDF-Datei)

 

Internes Bildungsangebot 2015 (PDF-Datei)

 

Internes Bildungsangebot 2014 (PDF-Datei)