„Scham und Würde“ – unter diesem Motto stand das traditionelle Deutzer Wochenende in diesem Jahr. Doch mit der Tradition wurde in diesem Jahr ein wenig gebrochen – es gab ein etwas anderes Konzept.
Nach dem obligatorischen Einchecken in der Jugendherberge in Deutz stand am Freitag für die gut 30 teilnehmenden Ehrenamtler ein Brauhaus-Abend in der Kölner Kultkneipe „Lommi“ auf dem Programm: deftig, lecker, wuselig, laut und feucht-fröhlich war es – und die Stimmung der Truppe direkt von Beginn an gut.
Am nächsten Tag brachte uns Gabriele Schwöppe, Coachin und Supervisorin aus Bergisch Gladbach, das Thema „Scham und Würde“ näher. In verschiedenen Diskussions- und Arbeitsrunden standen die Begriffe und ihre Bedeutung für unsere ehrenamtliche Arbeit im Mittelpunkt. Wir lernten Neues, frischten Bekanntes auf und stellten zufrieden fest, dass wir durch unsere Ausbildung und unsere Arbeit im Verein doch schon ziemlich fortgeschritten im Umgang mit diesem sensiblen Thema sind. Die folgenden Leitsätze, die wir während des Seminars entwickelt haben, zeigen ein wenig, womit wir uns an dem Tag beschäftigt haben.
Würde bewahren bedeutet für uns…
- jedem Menschen wertschätzend zu begegnen, besonders in Momenten der Verletzlichkeit
- wertschätzend und achtsam zu begleiten
- einen respektvollen und achtsamen Umgang mit anderen Menschen und Lebewesen
- bei uns zu bleiben und den Anderen zu sehen
Am Sonntag haben wir uns noch auf eine Zeitreise ins Köln von 1926 begeben, und dann war es auch schon wieder vorbei, unser Deutzer Wochenende. Doch wie immer hallt es noch länger nach – nicht zuletzt auch dank der vielen schönen Begegnungen und intensiven Gespräche mit den anderen Ehrenamtlern. Auf ein Neues im nächsten Jahr!


